Klaus Humpe als Oberst wiedergewählt / Beitragserhöhung beschlossen
Auf ein gelungenes Jahr mit vielen Aktivitäten und dem heißesten Volksfest aller Zeiten haben jetzt die Mitglieder des Neheimer Jägervereins bei ihrer Jahreshauptversammlung zurück geblickt. Neben Vorstandswahlen, Ehrungen und Berichten waren vor allem die Finanzen im Fokus. Denn zum ersten Mal seit zwölf Jahren stand wieder eine Beitragserhöhung auf der Tagesordnung. Grund seien vor allem die in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Preise für Lebensmittel, Kraftstoff und Gebühren, erklärte der Bereichsleiter Finanzen Martin Kaiser. Die 130 anwesenden Mitglieder stimmten ohne Widerspruch einstimmig der Erhöhung von bislang 18,34 Euro auf 24 Euro Jahresbeitrag zu.
Ebenso einstimmig verliefen die Vorstandswahlen. Bei allen mehr als 70 zur Wahl stehenden Positionen wurden die vorgeschlagenen Kandidaten ohne Gegenvorschlag und –stimme gewählt bzw. in ihren Ämtern bestätigt. Mit stehenden Ovationen zum Dank für seine 16-jährige Tätigkeit wurde dabei der Adjudant des Obersts Dr. Hubert Schrage verabschiedet und als Anerkennung für seine Verdienste als 2. Ehrenadjutant in den Ehrenvorstand aufgenommen. Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung Udo Blume, der bislang das Amt des Schriftführers bekleidete. Als neuer Schriftführer wurde Christof Hesse gewählt. Bei den übrigen Positionen des geschäftsführenden Vorstands wurden Oberst Klaus Humpe, Kassierer Martin Kaiser, Marktingchef Markus Greis, Veranstaltungsleiter Heinrich Veh und Stefan Rump als Leiter Brauchtum in ihren Ämtern bestätigt.
Im Verlauf der weiteren Wahlen dankte Klaus Humpe vor allem den verdienten Mitgliedern Detlef Trompeter, Peter Schrage, Helmut Kleinehr, Bernd Eckertz und Klaus Luckei, die sich nach langjähriger Vorstandsarbeit nun aus dieser zurückzogen. Zudem galt sein besonderer Dank Carlo Hellwig sen. für mehr als 50 Jahre unermüdlichen Einsatz im Sinne des Vereins und Hermann Beilenhoff für die 25-jährige Leitung der zweiten Kompanie.
Auch wenn der Jägerverein in diesem Nicht-Jägerfestjahr die Vorbereitung des Neheimer Volksfestes weitestgehend den Schützenbrüdern überlassen kann, hat sich der Verein einiges vorgenommen. Als nächstes steht eine öffentliche Rock-Party am 27. April in der Voßwinkler Reithalle Minnisota an, bei der die als beste Oldie-Band Niedersachsens prämierten Smashing Piccadillys für Stimmung sorgen werden. Voraussichtlich am 10. Mai ist dann die Wiederaufstellung des Bremer Lichts in der Mendener Straße geplant. Ein Denkmalprojekt, dem sich die Kulturkommission des Jägervereins unter Leitung von Dieter Meth angenommen hat. Den Teilnehmern der Versammlung präsentierte Meth als Vorgeschmack schon einmal ein Fotoplakat, das die Leuchte in Originalgröße abbildet und entsprechenden Applaus erntete.
Zudem werden die Neheimer Jäger ihre Uniform künftig häufiger gegen Blaumann und Gummistiefel eintauschen, um Garten- und Renovierungsarbeiten zu erledigen. Zum einen sind Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten am Haus Neheimer Jäger (ehemalige Synagoge) notwendig. Zum anderen hat sich die zweite Kompanie unter Leitung ihres neuen Hauptmanns Siggi Rump der Pflege des jüdischen Friedhofs an der Möhnepforte angenommen. Die Arbeitseinsätze der Kompanie sollen demnächst beginnen.
Zum Schluss der Jahreshauptversammlung konnte Klaus Humpe dann auch noch eine alte Frage klären, die bislang vor allem zu Festtagen immer wieder für Diskussionen gesorgt hat: Der Oberst stellte unter Berufung auf ein Liedheft aus dem Jahr 1835 fest, dass das bei Jägern und Schützen beliebte Mischgetränk „Birkenmeier“ und nicht „Birkenmai“ genannt wird.

